Pilot-Lehrgang Schaum in Wertingen
Lehrgangsleiter Moritz Link hatte als Ziel formuliert, dass die Lehrgangsteilnehmer hinterher ein sicheres Gefühl beim Umgang mit Schaum haben. Der Löschmittelzusatz kann für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden: u.a. für Flüssigkeitsbrände, im Gefahrguteinsatz und als Netzmittel bei vielen Feststoffbränden.
Der eingesetzte Wasserzusatz ist in der Regel ein sogenanntes Class-A-Schaummittel. Verschiedene Schaumarten ergeben sich durch Dosierung (0,1 bis 1%) und Verschäumung, also den Zusatz von Luft. Hierfür kommen verschiedene Armaturen zum Einsatz, um den passenden Schaum zu erzeugen. In seiner geringsten Dosierung wirkt das Schaummittel als Netzmittel und setzt die Oberflächenspannung des Löschwassers herab. Die feineren Tröpfchen können so besser in das Brandgut eindringen und man hat mit weniger Wasser einen guten Löscherfolg. Ein weiterer positiver Aspekt: Das Mittel ist Fluorfrei, was der Umwelt zugutekommt. Dennoch sind bei der Verwendung geeignete Rückhaltemaßnahmen zu ergreifen.
Schließlich ging es zum wichtigsten und interessantesten Teil: die praktische Anwendung. Hierfür kam der vom KFV beschaffte Schaumtrainer zur Anwendung. Die Übungseinrichtung erlaubt den Einsatz von zwei unterschiedlichen Schaumrohren im Miniaturformat. Dadurch können alle Teilnehmenden die unterschiedlichen Applikationstechniken des Schaumes bei einem Flüssigkeitsbrand ausprobieren, ohne dass eine große Materialschlacht notwendig ist. Abregnen, Aufschieben, Anprallen, die Kombination zweier Schaumrohre waren Verfahren, die an der brennenden Wanne angewendet werden konnten. Die vollständige Schutzausrüstung war unabdingbar – bei echtem Feuer gibt es keine Kompromisse und auch beim Umgang mit dem Schaummittel ist Vorsicht geboten, daher wurden Schutzbrille und Handschuhe getragen. Die Bilder mit den Wassertropfen zeigen die Oberflächenspannung und wenn sie durch Netzmittel herabgesetzt wurde.