Lauingen - Brand Industriebetrieb in der Neujahrsnacht

1. Januar 2020
Einsatz
Bei einem Brand auf dem Gelände eines Kunststoff verarbeitenden Betriebs in Lauingen ist in der Nacht auf Mittwoch ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Eine Lagerhalle brannte komplett nieder.

Im Einsatz waren rund 260 Kräfte der Feuerwehren aus Dillingen, Lauingen, Gundelfingen und umliegender Gemeinden, der Werkfeuerwehren von Bosch und Same Deutz-Fahr, des THW Dillingen, von Rotem Kreuz und Polizei. Passanten hatten kurz nach Mitternacht das Feuer bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Kurz nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte stand die mittlere von insgesamt drei Lagerhallen jedoch bereits in Vollbrand. Das Ausmaß der Flammen war laut Martin Koller, Kommandant der Feuerwehr Lauingen, enorm. Die gelagerten Kartonagen und Kunststoffe sorgte für eine große Hitzeentwicklung und bis zu 40 Meter hohe Flammen. Den Einsatzkräften gelang es jedoch, ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern. Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung mittels Sirenen und Lautsprecherdurchsagen gewarnt. Anwohner wurden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das Gebiet um den Brandort wurde weiträumig abgesperrt, auch die nahegelegenen Bahngleise musste vorübergehend gesperrt werden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, lag eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung nicht vor. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis Mittwochmittag. Die Brandursache ist bislang unklar, die Kriminalpolizei ermittelt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Raketen oder Böller den Brand verursacht hätten, so Polizeisprecher am Mittwochmorgen. Am Gebäude und den darin gelagerten Euro-Paletten, welche in Kunststoffgewebe eingeschlagen waren, entstand ersten Einschätzungen des Geschäftsinhabers zufolge ein Schaden von rund zehn Millionen Euro.

Quelle: Donau-Zeitung